Um das erlebbar zu machen, entwickelten wir gemeinsam mit ausgewählten Architekturfachleuten den Workshop Chocolate Frequencies. Darin untersuchen wir, wie Klang und Frequenzen unsere Geschmackswahrnehmung verändern. Die eigens dafür zusammengestellte Playlist teilen wir gerne mit Ihnen.
Steigt die Tonhöhe, tritt eine feine Süsse hervor. Der Kakao wirkt milder; die höheren Frequenzen verleihen ihm eine hellere, fast blumige Note.
Sinkt der Ton, wird der Geschmack dunkler: Die Bitterkeit gewinnt an Tiefe und entwickelt eine kräftige, herbe Tanninstruktur, die noch lange nach dem letzten Ton nachklingt.
Geschmack wird, so zeigt sich, ebenso vom Ohr geprägt wie von der Zunge.


Restaurants, Hotels, Bars und Veranstaltungsräume werden durch Materialien, Licht, Raumaufteilung und Service geprägt. Jede dieser Entscheidungen beeinflusst auch den Klang. Dennoch wird die Akustik oft erst berücksichtigt, wenn das visuelle Konzept bereits feststeht.
Unkontrollierte Hintergrundgeräusche können die wahrgenommene Süsse abschwächen und es erschweren, sich auf den Geschmack zu konzentrieren. Nachhall beeinflusst zudem, wie gut sich Gäste unterhalten können und wie angenehm ein längerer Aufenthalt bleibt.
Ziel ist keine völlige Stille, sondern eine Akustik, die zum gewünschten Tempo und Charakter des Raums passt. Wird der Klang von Anfang an mitgedacht, lassen sich Speisen, Atmosphäre und das Miteinander der Gäste besser aufeinander abstimmen.


Sonic Seasoning macht ein übergeordnetes Gestaltungsprinzip erlebbar: Gastronomie und Hotellerie werden zugleich mit Augen, Ohren und Gaumen wahrgenommen.
Chocolate Frequencies übersetzt dieses Prinzip in ein einfaches Experiment. Es lädt Planende dazu ein, Akustik als grundlegenden Teil der Gestaltung zu verstehen: Sie beeinflusst, wie Gäste einen Raum und die darin servierten Speisen wahrnehmen, und dient nicht nur dazu, nachträglich Probleme zu beheben.
Gute Gestaltung für Gastronomie und Hotellerie spricht die Sinne gemeinsam an.

