Diese doppelte Funktion prägt den Innenraum. Das Dach, die anpassbare Fassade und die sichtbaren technischen Anlagen zeigen den experimentellen Charakter des Gebäudes. Zugleich erfordert die tägliche Arbeit Konzentration, gute Sprachverständlichkeit und Oberflächen, die Ruhe in den Raum bringen.

In Reallaboren bleibt die Gebäudetechnik häufig sichtbar, damit sich Systeme überwachen, anpassen und nachvollziehen lassen. Für die Forschung ist diese Offenheit wertvoll. Harte Oberflächen und freiliegende Installationen können die Akustik der Räume jedoch anspruchsvoll machen.
Die Wandverkleidungen Vertigo Fine und Plain bieten eine passende Lösung. Ihr vertikales Relief verleiht den Wänden Tiefe, erzeugt Schatten und absorbiert Schall, ohne mit der markanten Dachkonstruktion und der umliegenden Gebäudetechnik zu konkurrieren. Die Oberfläche hält sich gestalterisch zurück und ist zugleich strukturiert genug, um sich selbstverständlich in den Raum einzufügen.



ARCHISONIC® Felt ist leicht, besteht zu 60 % aus zertifiziert recyceltem PET und lässt sich präzise zuschneiden. Bei HiLo ermöglichen diese Eigenschaften mehr Komfort, ohne eine schwere zusätzliche Konstruktion einzubauen oder die Systeme zu verdecken, die im Projekt erprobt werden.

Die Panels wurden mit exakt passenden Ausschnitten für Schalter, Steckdosen und weitere technische Einbauten gefertigt. So bleibt die Akustikfläche gestalterisch zusammenhängend, während die Haustechnik sichtbar und zugänglich ist.
Das ist mehr als ein sorgfältig ausgeführtes Detail. In einer Forschungseinheit darf die Haustechnik nicht einfach hinter einer Verkleidung verschwinden. Sie muss unter Umständen zugänglich sein, ausgetauscht oder untersucht werden können. Die Akustiklösung richtet sich deshalb nach dem experimentellen Charakter des Gebäudes, statt einen herkömmlichen Büroausbau vorauszusetzen.


HiLo wird häufig anhand seiner Konstruktion und Technik beschrieben. Die Installation von Impact Acoustic zeigt eine weitere, weniger auffällige Seite: Ressourcenschonendes Bauen braucht auch anpassungsfähige, präzise gefertigte Innenausbauelemente, die experimentelle Räume für den Alltag nutzbar machen.
Standort: Empa NEST, Dübendorf
Architektur: ROK Architects, Michael Knauß
Fotografie: Roman Keller und Felix Kühni

